Wie veröffentliche ich ein Buch?

To The Cuckoo by Ray Sadler/flickr (CC BY-NC 2.0)

Bild: Ray Sadler/flickr (CC BY-NC 2.0)

Geschafft, der letzte Satz ist geschrieben. Das Buch ist fertig … und was mache ich jetzt?

Viele Stunden Arbeit, Schweiß und Herzblut liegen in dem Manuskript. Jetzt müssten sich die Verlage doch nur so darum reißen. Und dann kommen Erfolg, Ruhm und Reichtum….

Leider sieht die Literaturwelt nicht ganz so rosig aus. Es gibt verdammt viele Autoren und gerade beim Debüt ist der Weg zur Veröffentlichung am schwierigsten, allerdings nicht unmöglich.

Den ersten und wichtigsten Schritt nach der Fertigstellung des Buches machst du bereits: Du informierst dich! Zunächst einmal ist es das Wichtigste sich einen Überblick über die Buchbranche zu verschaffen. Dieser Artikel ist dazu da, den Einstieg zu vereinfachen und einen ganz groben Überblick zu verschaffen. Die Branche ist groß und vielseitig. Auch gibt es verschiedenen Ansichten, bei denen es kein „richtig“ oder „falsch“ gibt. Dieser Artikel basiert auf unseren eigenen Erfahrungen und Ansichten, daher solltest du dich weiter informieren und dich mit so vielen Leuten wie möglich austauschen.

Was will ich eigentlich?

Bevor du den nächsten Schritt mit deinem frisch geschrieben Buch angehst, solltest du dir erst einmal selber klar machen, wo du hin willst. Wenn dein Ziel ist, viel Geld mit diesem Buch zu machen, dann sieht es leider schlecht aus. In Deutschland gibt es schätzungsweise nicht mehr als 100 Autoren, die alleine vom Bücher-Schreiben leben können. Und diese Autoren machen das Geld über viele Publikationen im Jahr und nicht über ein einziges Werk. Man muss sich klar machen, dass Schreiben harte Arbeit ist. Natürlich kann man jetzt anfangen, die Menschen aufzuzählen, die mit ihrem Debüt Millionen gemacht haben, wie z. B. Joanne K. Rowling oder Stephenie Meyer. Aber wenn man genau hinguckt, bemerkt man, dass A) es sehr sehr sehr wenige sind und B) auffallend wenige Deutsche dabei sind.

Also, in aller erster Linie sollte einem das Schreiben Spaß machen und es sollte parallel zu einem Job und nicht als Alternative betrieben werden. Stellt sich nach ein paar Büchern doch der große Erfolg ein, dann kann man immer noch überlegen, es als Hauptberuf zu betreiben.

Die Frage ist, ist man überhaupt daran interessiert, Geld mit dem Schreiben zu machen? Das Internet bietet zahlreiche Plattformen für Veröffentlichungen: ein eigener Blog, Schreib-Foren, Facebook… Es gibt viele Communities, in denen man Gleichgesinnte findet, um sich austauschen. Auch kann man sich an Formaten wie Poetry Slam versuchen. Das ermöglicht den Fokus auf das eigentliche Schreiben und stärkt die eigenen literarischen Fähigkeiten. Selbst wenn man auf lange Sicht einen Verlag sucht, macht es Sinn in solchen Communities aktiv zu sein.

Aber auch wenn es ums Schreiben und nicht ums Geld geht, dann ist der Wunsch bei Vielen groß das eigene Buch auf dem Markt zu sehen. Bei wem würde das Herz nicht höher schlagen, das selber verfasste Werk im Schaufenster der nächsten Buchhandlung zu sehen? Möchte man diesen Weg einschlagen, so sollte man sich klar machen, was das bedeutet.

1) Man schreibt nicht nur für sich selber 

Man sollte schon das schreiben, was man gerne schreibt und nicht das, womit man möglicherweise am erfolgreichsten ist. Zum Einem ist man dann einfach besser und zum Anderen macht es auch mehr Spaß. Wie oben schon gesagt, schreiben sollte Spaß machen, an Geld und Ruhm kommt man einfacher.

Ein Problem hingegen ist, dass man als Autor keine Distanz zu seinen eigenen Texten hat. Der Leser hat nie ein und dieselben Assoziationen wie der Autor. Außerdem weiß der Autor beim Schreiben, wie die Geschichte weiter geht, der Leser nicht. Das bedeutet z. B., dass Übergänge oder unregelmäßig wiederkehrende Charaktere verwirrend sein können. Der Autor muss versuchen die Perspektive des Lesers einzunehmen und das ist RICHTIG SCHWIERIG. Die einzige Lösung des Problems ist es, das Buch an kritische Testleser zu übergeben und dann muss man als Autor in den sauren Apfel beißen und die Kritik ernst nehmen. Übrigens, das Problem der Perspektive ist ein allgemeines Problem bei jeder Art von Texten, auch Journalisten und Wissenschaftler können davon ein Lied singen.

2) Das Buch ist ein Produkt

Das klingt nicht nur total unromantisch, das ist es auch. Verlage und Literaturagenturen sind Unternehmen, die von den Einnahmen der Bücher leben. Die Branche ist sehr hart umkämpft und es gibt viel Konkurrenz. Das heißt, wenn du dich bei einem Verlag oder einer Agentur bewirbst, wird dein Buch nicht nur nach literarischem Wert oder persönlichem Geschmack bewertet, sondern ob es sich verkaufen lässt oder nicht. Zudem ist es besonders bei kleineren Verlagen wichtig, dass du dich selber am Marketing beteiligst, durch Social Media, Lesungen und Präsenz auf Buchmessen. Allerdings gibt es auch Autoren, die gerade daran Spaß haben. Es liegt an dir, was du für ein Typ bist.

Unser Tipp: Lehne dich noch einmal zurück und überlege, wohin die Reise mit deinem Buch gehen soll. Im Folgenden wird der Artikel darauf eingehen, was man beachten muss, wenn man sein Buch auf den Markt bringen möchte.

Dein Buch ist noch nicht fertig

Wie oben schon erwähnt, ist es schwierig, sich in die Perspektive des Lesers hineinzuversetzen. Darum haben alle guten Autoren (auch die allerbesten) sowohl einen professionellen Lektor als auch Testleser. Den Lektor sollte der Verlag stellen, dazu später mehr. Um Testleser kannst du dich selber kümmern. Egal ob Freunde oder Verwandte, jeder kann Testleser sein, je mehr Feedback, desto besser. Allerdings sollte das Feedback kritisch sein. Wenn die Freunde dir sagen, was das für eine wunderbare Geschichte ist, dann ist das nett, hilft dir aber nicht weiter. Aber ein Testleser, der zwar die Stärken sieht, aber dir ganz genau die Schwächen aufzeigt, der ist Gold wert. Als Autor musst du dann dadurch und die Kritik ernst nehmen. Das ist einfacher gesagt als getan! Niemand bekommt gerne die Fehler aufgelistet, die man in jahrelanger harter Arbeit gemacht hat, aber nur so kannst du das Werk verbessern. Und wie gesagt: Da müssen auch die allerbesten Autoren immer und immer wieder durch. Interessanterweise kannst du auch dein eigener Testleser sein, wenn ein wenig Zeit vergeht. Schaut man sich die eigenen Texte an die ein halbes Jahr lang in der Schublade rumlagen, dann hat man wieder die nötige Distanz und man sieht auf einmal die Fehler.

Das Buch, das du veröffentlichen willst, ist es das Erste das du geschrieben hast? Wenn ja, dann solltest du noch einmal darüber nachdenken, ob du es veröffentlichen willst. Das Debüt vieler Autoren ist häufig nicht ihr erstes Buch. Das Problem ist, das unbekannte Autoren für Verlage ein hohes Risiko sind. Sie haben keine Fanbase und es ist noch nicht klar, wie die Leser den Stil annehmen. Das bedeutet, dass Debüt-Bücher häufig besser sein müssen als Einiges, was auf dem Markt ist. Ein so-gut-wie kann da zu wenig sein. In den ersten Texten, die man schreibt, trainiert man vor allen seine eigenen Fähigkeiten. Im Umkehrschluss sind diese Texte häufig nicht zur Veröffentlichung geeignet. Das bedeutet nicht, dass man das erste Buch direkt wegschmeißen sollte und ja es gibt natürlich auch „erste Bücher“ die erfolgreich waren, aber man sollte sich klar machen, wie schwierig das ist. Ein einfacherer Einstieg sind Kurzgeschichten. Immer wieder werden Anthologien ausgeschrieben, an denen man mit eigenen Werken teilnehmen kann. Auch hier gibt es viel Konkurrenz, aber die Hürde ist deutlich kleiner. Man bekommt für die Geschichten kein Geld, aber es gibt viele andere Vorteile:

  • Man erhält Feedback und trainiert so effektiv das eigene Schreiben.
  • Man kann Kontakte zu Verlagen und anderen Autoren aufbauen.
  • Man erhält einen Einblick in die Verlagswelt.
  • Man macht auf sich aufmerksam (wenn auch nicht so viel).
  • Eine Kurzgeschichte ist weit weniger Arbeit als ein ganzes Buch.

Hoffentlich hat der Artikel dir bisher geholfen dein Buch noch einmal unter anderen Gesichtspunkten zu betrachten. Jetzt können wir auf den eigentlichen Prozess des Veröffentlichens eingehen.

Die Wege zur Veröffentlichung

Zunächst einmal sollte man verstehen, was überhaupt ein Verlag ist und was dahinter steckt. Während der Autor das Buch schreibt, kümmert sich der Verlag im besten Falle um den ganzen Rest. Grob gesagt wäre das: Lektorat, Cover-Design, Satz, Druck, Vertrieb und Marketing:

Lektorat ist die Arbeiten an dem Text selber. Es ist kein reines Korrektorat, indem lediglich Grammatik, Rechtschreibung und Schreibstil korrigiert werden. Das Lektorat geht darüber hinaus an die Substanz. Das heißt Lektor und Autor setzen sich zusammen und nehmen auch inhaltliche Änderungen vor. Ein gutes Lektorat kann beliebig umfangreich sein. So kommt es schon mal vor, dass ganze Charaktere rausgeworfen werden oder Nebencharaktere zu Hauptcharakteren umgewandelt werden. Man sollte als Autor ein Lektorat sehr ernst nehmen. Es gibt ein paar Autoren die glauben ihre Werke funktionieren auch ohne, tun sie nicht! Kein erfolgreicher Autor veröffentlicht ohne Lektorat.

Der Rest – Cover-Design, Satz, Druck, Vertrieb und Marketing – sind klassische Verlagsaufgaben. Ein Designer entwirft ein Cover in Absprache mit Verlag und Autor. Dann wird alles in das richtige Format gesetzt, so wie das Buch am Ende aussehen soll. Jetzt wird das Buch gedruckt und an Großhändler geliefert. Der Großhändler beliefert Buchhandlungen entweder direkt, oder man kann über die Buchhandlung mit einer ISBN-Nummer das Buch beim Großhändler bestellen. Jetzt fehlt nur noch Marketing, sodass die Leser auch auf das Buch aufmerksam werden. Gerade über den Bereich Marketing kann man seitenweise eigenen Artikel schreiben. Darauf gehen wir hier nicht näher ein, nur so viel: Es wird immer mehr gefordert, dass Autoren sich hier selber beteiligen. Durch öffentliche Auftritte, z. B. auf Buchmessen oder Lesungen und vor allem durch Social Media, gibt es viele kostenlose Möglichkeiten sein eigenes Buch zu vermarkten.

Der hier angegebene Ablauf beschreibt vor allem das gedruckte Buch. Seit einigen Jahren erobert aber das E-Book die Welt und der Absatz steigt von Jahr zu Jahr immer noch exponentiell! Selbst große Verlage haben mittlerweile eigene reine E-Book Labels. Hier fällt nicht nur der Druck weg, sondern auch der Vertrieb ist deutliche einfacher. Man benötigt keine Lagerhallen für große Auflagen, sondern lädt es einfach in einem Shop hoch. Nichtsdestotrotz, beim Lektorat, Cover-Design, Satz und Marketing hat sich nicht viel geändert.

Ausgestattet mit dem Wissen stellt sich jetzt die Frage: welcher Verlag? Verlage gibt es reichlich und man sollte sich gut informieren, in welches Programm das eigene Buch passt. Darauf wollen wir hier aber nicht weiter eingehen. Es gibt aber nicht nur große Publikumsverlage, daher wollen wir auf die verschieden Verlagsarten eingehen: Großer Verlag, Kleinstverlag, Selbstverlag, Print-on-Demand.

Der große Verlag: Wir unterscheiden hier jetzt nicht zwischen großen Publikumsverlagen und mittelgroßen Verlagen. In der Regel handelt es sich hier um einen klassischen Verlag, der die oben beschriebenen Aufgaben übernimmt. Diese Verlage sind große Unternehmen und übernehmen jeglichen finanziellen Aufwand inklusive teures Marketing. Als Gegenleistung erhält der Autor aber auch nur einen sehr geringen Teil am Umsatz des Buches. Trotzdem streben die meisten Autoren noch immer diesen Weg an, denn nur über große Verlage landet man im großen Stil in den Buchläden. Als Resultat ertrinken diese Verlage in Manuskript Einsendungen. Die Chance einen Vertrag bei einem Publikumsverlag zu erlangen, in dem man sich direkt bewirbt, ist fast gleich 0. Der Weg geht da über Literaturagenturen. Das sind Unternehmen, die die Interessen der Autoren vertreten. Als Gegenleistung erhalten sie einen Teil des Autorengewinns, was wiederum bedeutet, dass diese Unternehmen daran interessiert sind deinen Gewinn zu maximieren. Finanziell also eine gute Sache. Natürlich werden auch die Literaturagenturen mit Manuskript Einsendungen überhäuft, es ist aber immer noch einfacher als direkt bei einem Publikumsverlag. Der Nachteil bei großen Verlagen und Literaturagenturen ist es, dass eine Menge Geld im Spiel ist. Das bedeutet, die Entscheidungen der Agenten und Verleger mag nicht immer von den Wünschen der Autoren abhängen.

Der Kleinstverlag: Ein sogenannter Kleinstverlag ist auch ein Verlag im eigentlichen Sinne, aber wird häufig nur von einer einzigen Person betrieben. Wie beim großen Verlag werden auch hier alle Prozesse durchlaufen. Allerdings arbeitet der Verleger hier mit freien Illustratoren und Lektoren zusammen. Auch der Kleinstverlag trägt das komplette finanzielle Risiko, daher erhält der Autor wieder nur einen kleinen Teil am Umsatz. Eine Person kann natürlich nicht den finanziellen Aufwand eines Publikumsverlags aufwenden, so sind die Auflagen der gedruckten Bücher deutlich kleiner und in der Regel ist kaum Geld für Marketing da. Hier muss der Autor mit Selbstvermarktung aushelfen. Das macht aber auch einen gewissen Charme aus. Autor und Verleger arbeiten häufig eng zusammen. Man hat mehr Möglichkeiten sich selber einzubringen und eigene kreative Ideen umzusetzen. Besonders für Autoren, die sich über dem reinen Schreiben hinaus für die Verlagswelt interessieren, ist das interessant. Grundsätzlich ist es auch einfacher (wenn auch nicht einfach) sein Buch bei einem Kleinstverlag unterzubringen, als bei großen Agenturen/Verlagen. Daher nutzen viele Autoren diesen Weg als Einstieg, um später bei größeren Verlagen zu landen. Die Meinungen gehen da auseinander, ob das der richtige Weg ist. Große Verlage/Agenturen erkenne das nicht wirklich an und man hat bei der Bewerbung keine Vorteile gegenüber Autoren ohne Veröffentlichung. Aber man lernt viel in der Branche und tritt mit verschiedenen Autoren, Lektoren, Illustratoren, Agenten und Verleger in Kontakt. Schaden kann das auch nicht.

Der Selbstverlag – oder auf neudeutsch: Self-Publishing: Man kann den Verlag auch ganz außen vor lassen und sich um alles alleine kümmern. Im Zeitalter des Internets und E-Books ist das einfacher denn je. Theoretisch muss man nur sein Manuskript bei einigen Plattformen hochladen und schon kann es die ganze Welt kaufen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Gewinn geht direkt in die eigene Tasche und man kann jede Entscheidung selber treffen. Die Nachteile sind aber genauso klar: Auch Kosten kommen aus der eigenen Tasche und man muss jede Entscheidung ohne Hilfe selber treffen und. Vernünftiges Self-Publishing ist viel Arbeit und es sprengt den Rahmen dieses Artikels. Nur eine wichtige Sache: Wenn du das machen möchtest, dann investiert in freie Lektoren und Cover-Designer. Jedes Werk benötigt ein Lektorat! Es gibt einige Autoren, die glauben, sie könnten ihr Cover selber gestalten. Wenn ihr nicht zufällig eine gut ausgebildete IllustratorIn seid mit vielen Jahren Erfahrung, dann lasst es lieber. Ehrlich.

Print-on-Demand: Auf Deutsch bedeutet das „Druck auf Abruf“. Ihr werdet auch häufig den Begriff Book-on-Demand finden. Hier handelt es sich im Prinzip auch um Self-Publishing. Allerdings läuft das über einen Anbieter, bei dem man direkt Lektorat oder Cover dazu kaufen kann. Dazu ist die Idee hier, dass man das gedruckte Buch anbieten kann, ohne vorher eine ganze Auflage zu produzieren. Die Bücher werden erst bei Bestellung gedruckt. Dadurch fällt das finanzielle Risiko des Drucks weg, aber die einzelnen Bücher werden sehr teuer. Print-on-Demand ist eine wunderbare Idee, wenn man ein Buch für eine ganz kleine spezielle Gruppe produzieren möchte, z. B. ein Vereins- oder Familien-Buch. Möchte man sein Buch aber an ein größeres Publikum vermarkten, dann ist das eher nicht die erste Wahl.

Welcher Weg der richtige ist, muss jeder für sich selber entscheiden. Aber Vorsicht, es ist nicht alles Gold was glänzt.

Vorsicht bei der Verlagswahl!

Eine Tatsache muss man sich leider vor Augen halten: Es gibt zu viele Autoren auf dem Markt! Die Konkurrenz ist groß. Verlage und Agenturen bekommen weitaus mehr Anfragen, als sie an Autoren aufnehmen können. Es mag zeitweise Ausnahmen bei einigen speziellen Genres geben, aber die Regel ist: Verlage und Agenturen suchen NICHT nach Autoren. Wenn du also einen Aufruf siehst, der unbedingt nach Autoren sucht, dann sollten alle Alarmglocken angehen.

Es gibt leider „Verlage“, die den unbändigen Wunsch sein eigenes Buch zu veröffentlichen schamlos ausnutzen. Solche Verlage erzählen dir dann, wie wunderbar dein Buch ist und wie viel Potenzial da drin steckt… aber leider leider ist die Marktlage gerade sehr schlecht, daher bräuchten sie einen „kleinen“ Druckkosten-Zuschuss. Solche Druckkosten-Zuschuss Verlage (DKZV) machen ihr Geld rein aus diesen Einnahmen und nicht durch Buchverkäufe. Der kleine Zuschuss liegt da häufig bei mehreren 1000 Euro. Dabei kümmern sich der Verlag gar nicht um das Buch, sondern nur darum neue Autoren anzuwerben. Leider funktioniert diese Praxis weitestgehend legal. Aber es gibt das Aktionsbündnis aus anerkannten Autorenverbänden und Verlagen für faire Verlage, AK-Fairlag, das sich für einen fairen Umgang mit Autoren einsetzt. Bevor man einen Vertrag bei einem Verlag abschließt, sollte man sich die Musterverträge des Verbandes deutscher Schriftsteller ansehen. Weicht ein Vertrag zuungunsten des Autors von dem Mustervertrag ab, dann solltet ihr diesen Vertrag nicht abschließen. Details solltet ihr aber lieber mit einem Experten, am besten einem Anwalt, klären.

Unterm Strich lässt sich sagen: Gibt man als Autor Nutzungsrechte an einen Verlag, dann muss der Autor GAR NICHTS für die Veröffentlichung bezahlen. Kein Cent. Keine Diskussion.

Der Erfolg kommt nicht über Nacht, aber vielleicht mit der Zeit

Normalerweise schreibt man nicht ein Buch und wird dann über Nacht zum Star. Es steckt viel Arbeit dahinter, auch nach dem Schreiben. Wenn man bereit ist, viel Arbeit zu investieren, an eigenen Werken und sich selber, dann kann man es schaffen, sich zu etablieren. Vielleicht nicht mit dem ersten Buch, vielleicht auch nicht mit dem Zweiten oder Dritten, aber wer weiß das schon. Hier spielen definitiv Geduld und Durchhaltevermögen große Rollen.

Wir von Tintenfeder wünschen viel Erfolg!

Dieser Artikel soll für mehr Aufklärung in der Branche sorgen, insbesondere bei noch unerfahren Autoren, die dabei sind, ihre ersten Gehversuche in der Literaturwelt zu machen. Wir freuen uns über Feedback, um diesen Artikel weiter verbessern zu können. Wenn dir der Artikel gefällt, würden wir uns sehr freuen, wenn du Ihn teilen und verbreiten würdest. So erreichen wir schneller unerfahrene Autoren, bevor sie unnötig in Stolperfallen treten. Vielen Dank!

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