Emily Bold: Weg zum Erfolg

Emily Bold

© Foto: Guido Karp für www.p41d.com

Emily Bold, eine der erfolgreichsten Self-Publishing Autoren, erzählt uns über ihren Weg zum Erfolg. 

Liebe Emily, vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit für ein kurzes Interview genommen hast.

Das ist doch klar!

Was hat dich dazu bewogen, mit dem Schreiben anzufangen?

Eigentlich war es eine fixe Idee, die sich mir schon sehr früh in den Kopf gesetzt hat – einfach meine Gedanken und Ideen, irgendwann einmal niederzuschreiben. Natürlich nicht, um diese je zu veröffentlichen, sondern nur um ihnen Raum zu geben.

Als ich es dann tat, fühlte es sich sofort richtig an – beinahe so, als hätten die Worte in all den Jahren nur darauf gewartet, befreit zu werden.

Du hast dich dann ja doch dazu entschieden, auch zu veröffentlichen und bist dabei einen ganz besonderen Weg gegangen. Könntest du uns den kurz erläutern?

Ich habe mein Debüt „Gefährliche Intrigen“ kurz nach dem Start von Amazons KDP-Programm im April 2011 im Kindle-Shop hochgeladen – und konnte zusehen, wie das Buch die Bestsellerlisten hoch kletterte, ein Erfolg, mit dem ich niemals gerechnet hätte. „Gefährliche Intrigen“ war über 250 Tage in Amazons Top100 und war unter den Top20 Romanen 2011 im Kindle-Shop, für mich damals absolut unglaublich, denn: mit einem Mal schreiben dich Leser an – mit der Frage nach weiteren Büchern! Spätestens an diesem Punkt war mein Ehrgeiz geweckt, und ich beschloss, einen weiteren Roman zu veröffentlichen, an dem ich bereits gearbeitet hatte: „The Curse-Vanoras Fluch“.

Welches Buch war am erfolgreichsten?

Diese Frage kann man zum Ende des zweiten Jahres der Kindle-Zeitrechnung so nicht beantworten. In den Verkaufszahlen spürt man jeden Monat aufs Neue den Zuwachs an Lesegräten und den damit größer werdenden Markt für Ebooks. Darum ist es unmöglich, die letzten zwei Jahre miteinander zu vergleichen. Ich hatte ja im ersten Jahr auch nur 2 Bücher – arbeite aber inzwischen an der Veröffentlichung von Buch Nr. 9. Der Erfolg der einzelnen Bücher liegt in meinen Augen nicht zwangsläufig in den Verkaufszahlen – so verkaufen sich meine Novellen (die Windham – Reihe) für 0,99€ im Vergleich mit den etwas teureren, aber deutlich umfangreicheren Romanen, natürlich viel häufiger. Die The Curse –Reihe ist aber vielleicht als erfolgreicher anzusehen, denn immerhin wird sie nun von Amazon Crossing auf dem US-Markt verlegt und hat eine starke Fangemeinde.

Hast du dich vorher auch bei klassischen Verlagen oder Agenturen beworben?

Ja. Allerdings sahen die Lektoren keinen Markt für historische Liebesromane einer deutschen Autorin. Heute hingegen bin ich in der glücklichen Lage, Angebote von Verlagen ablehnen zu können, wenn wir uns über die Konditionen nicht einigen können.

Welche Arbeit steckt in so einer Veröffentlichung? Was musst du selbst übernehmen?

Die Frage ist bei Selfpublishern eher, was KANN ich selbst übernehmen. Das Lektorat erledigt ebenso wie einen Großteil der Distribution ein externer Partner. Covergestaltung, Layout, Formatierung, Werbung, Buchtrailer sowie die „Belieferung“ einiger Shops erledige ich selbst.

Welche Vermarktungsmaßnahmen waren am erfolgreichsten?

Das ist schwierig zu sagen, denn ich versuche eigentlich nicht ein einzelnes Buch, sondern das Produkt ‚Emily Bold‘ zu vermarkten – jemanden, der leidenschaftlich gerne schreibt. Ich würde behaupten, das ist mir ganz erfolgreich gelungen.

 Wie wichtig ist deiner Meinung eine gute Präsenz im Internet?

Ich denke, gerade für Selbstverleger ist es absolut notwendig, einen Ort zu schaffen, an dem der Leser einen kennenlernen kann. Die Web-Präsenz ist die Visitenkarte des Autors. Von jedem, immer und überall zu erreichen. Der erste Google treffer muss auf den eigenen Blog führen.

Mit Social Networks ist das so eine Sache: natürlich sind Facebook, G+ und Twitter wichtig, die Frage ist aber, für wen; für den Autor oder den Leser? Ich glaube nicht, dass ich auch nur ein Buch über einen meiner Tweets verkauft habe. Und ob ich potenzielle Leser über Leseproben bei Facebook erreiche, kann ich trotz Statistiken nicht 100%ig sagen. Aber ich bin da und zeige dem Leser, dass es mich gibt. Außerdem freue ich mich wahnsinnig, wenn mir jemand etwas Nettes über eines meiner Bücher schreibt.

Ob man sich auf jedem sozialen Netzwerk tummeln muss, bleibt jedem selbst überlassen 😉

 Was wäre dein Tipp oder Ratschlag an junge Autoren?

Arbeitet sorgfältig, feilt an eurem Text. Vertraut nicht euren Freunden – die NATÜRLICH euer Buch lieben werden – ob es gut ist, oder nicht. Schreibt das, was ihr könnt – nicht, wonach gerade der Markt verlangt.

Würdest du deinen Weg auch heute noch empfehlen?

Ich bereue nichts und habe vermutlich fast alles richtig gemacht. Ob sich das heute genau so wiederholen lassen würde, kann ich nicht sagen. Fakt ist, dass ich verd… glücklich darüber bin, was ich mir geschaffen habe. Was aber nicht verschwiegen werden soll: Selfpublishing ist harte Arbeit und verlangt viel Eigeninitiative.

Was erhoffst du dir für die Zukunft?

Mehr Zeit zum Schreiben, ganz klar. Und dass mir meine Leser weiterhin treu bleiben und ich ihnen noch viele (für sie hoffentlich) schöne Lesestunden schenken kann.

 

Wo findet man dich im Internet?

http://emilybold.de/

https://facebook.com/emilybold.de

https://www.facebook.com/EmilyBold.TheCurse

http://twitter.com/emily_bold

http://www.youtube.com/user/EmilyBoldTV

und überall, wo es Ebooks gibt!

 

Danke noch einmal für das Interview,

dein Tintenfeder-Team

 

♥ Ich habe euch zu danken ♥

Caro

Über Caro

Zu Leben ist die wichtigste Quelle der Inspiration.

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