Jakob Wolff – Eine Saga beginnt

Marc Hamacher und Autorin Tanja Kummer

Verleger Marc Hamacher und Autorin Tanja Kummer vom Leseratten Verlag

Der Leseratten Verlag sucht Autoren für seine neue Saga Jakob Wolff. Schaut euch an, was dahinter steckt.

Auf der BuCon in Dreiech hatten wir die Chance zu einem Interview mit dem Verleger Marc Hamacher und Autorin Tanja Kummer vom Leseratten Verlag. Jedoch möchten wir nicht den Verlag im Allgemeinen, sondern das Projekt Jakob Wolff – Hexenmeister im Speziellen vorstellen. Jakob Wolff ist eine E-Book Serie, bei der die ersten beiden Werke vor kurzem erschienen sind: Der Fluch und Die Täuschung, geschrieben von Tanja Kummer. Geplant sind noch einige Hunderte. Wer jetzt denkt, das wäre aber ein ganzes Stück Arbeit für die Autorin, der hat recht. Darum soll sie das ja auch nicht alleine machen. Hier sucht der Verlag nach Verstärkung. Geplant ist eine Serie á la Perry Rhodan, in der sich viele unterschiedliche Autoren am Hexenmeister Jakob Wolff auslassen.

Im ersten Teil „Der Fluch“ wird besagter Jakob mit seiner Gefährtin Lieselotte eingeführt. Die Geschichte spielt im rheinland-pfälzischen Speyer im Jahre 1494. Leider galt Hexenmeisterei damals nicht als „ehrbarer Beruf“ und so muss Jakob seinen unausweichlichen Schicksals in Form eines Henkers entgegenblicken. Dass dieses Schicksal doch ein wenig ausweichlich ist, macht nur ein Fluch möglich. Hier wird die Rahmenhandlung der Serie festgelegt: Jakob überlebt, zumindest für ein Jahr. Dann muss er den Fluch für ein weiteres Jahr erneuern, in dem er sich an den Lebensgeistern Anderer bedient.

So soll eine Geschichte um den verfluchten Hexenmeister immer ein Jahr wiedergeben. Getrieben vom Willen zu überleben bildet die Erneuerung des Fluches dem Höhepunkt jedes Buches. Jakob und Lieselotte bilden die Protagonisten und ihre Steckbriefe geben einen groben Charakter-Rahmen vor. Der Rest bleibt den einzelnen Autoren selbst überlassen. Das grundlegende Genre ist historische Fantasy, wobei die Historie kein Muss ist. Werden historische Personen oder Ereignisse jedoch verwendet, legt Marc Hamacher großen Wert auf Korrektheit. Der Umfang eines jeden Buches soll ca. 120-150 Normseiten betragen, ist somit eher eine Novelle als ein Roman. Mit diesem Umfang soll auch die Lücke zwischen Kurzgeschichte und umfangreichen Roman geschlossen werden, die in der Phantastik vorherrscht.

Interessierte Autoren können sich mit einem Exposé an den Verlag wenden. Hat der Verlag Interesse, geht es an das Schreiben. Ein so kleiner Verlag wird natürlich nicht das Risiko eingehen einen Vertrag zu unterschreiben, bevor er das endgültige Werk in den Händen hat. Jedoch ist es sicherlich für den Autor hilfreich schon mit dem Verlag in Kontakt zu treten, bevor er überhaupt mit dem Schreiben angefangen hat. Welches Jahr der Autor thematisiert, bleibt ihm überlassen, die Geschichten werden nicht chronologisch korrekt erscheinen. Das gibt dem Autor die Möglichkeit alles aus dem Genre rauszuholen. Ein Western, Französische Revolution, Weltkriege, alles kein Problem. Nur vor der ersten Geschichte, also vor 1494 geht nicht. Auch Zukunft ist nicht geplant, schließlich ist die Historie hier noch recht unbeschrieben. Bleiben also immerhin gute 500 Jahre.

Die Schwierigkeit bei solchen Serien liegt ganz klar bei der Konsistenz des Charakters. Erst recht wenn man sich nicht an die Chronologie hält. So muss sich der Autor nicht nur damit befassen, was Jakob schon alles kann, sondern auch was er nicht kann und auch nicht lernen darf. Jakob kann im Jahr 1834 kein Französisch? Dann wird es schwer wenn man ihn im 16Jh. in Frankreich leben lassen möchte. Noch sind den Autoren so gut wie keine Grenzen gesetzt. Auf (gar nicht allzu) lange Sicht muss der Verlag hier gute Arbeit leisten.

Es bleibt abzuwarten, wie die Leser das Projekt annehmen. Interessant für Autoren ist es allemal! Erst recht, wenn man sich der Herausforderung stellen möchte, in einen „fremden Kosmos“ einzusteigen, anstelle sich einen eigenen zu Erschaffen.

Hier findet ihr mehr:

http://www.leserattenverlag.de/ – der Verlag

http://tanjakummer.de/ – Tanja Kummer

Micha

Über Micha

Der Mann hinter der Tastatur. Die Tastatur hinter einem Berg von Kaffeetassen.

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