Das Pseudonym

Zunächst einmal die Frage, warum veröffentlichen Autoren überhaupt unter einem Pseudonym?

  • Es gibt Autoren, die verschiedene Namen benutzen, wenn sie Bücher mit unterschiedlichem Genres schreiben. Zum Beispiel: Wenn ein Autor Kinderbücher schreibt, könnte es den Leser bzw. die Eltern verwirren, wenn er zeitgleich Erotikromane herausbringt.
  • Dann gibt es Autoren, die neutrale Beurteilungen für ihre Bücher wollen, fernab von bisherigen Meinungen. (So erst kürzlich versucht von J.K.Rowling, die einen Krimi unter neuem, unbekannten Namen veröffentlichen wollte)
  • Viele Autoren suchen sich ein Pseudonym, da der Inhalt der Bücher nicht zum Inhalt der beruflichen oder gesellschaftlichen Belange passt. (wie bei Yessi Anyone)
  • In manchen Fällen kann ein Pseudonym aber auch simplen und praktischen Charakter haben. Zum Beispiel, wenn der richtige Namen des Autoren zu kompliziert ist oder einfach nicht zum Genre passt.

Wer möchte Erotikgeschichten einer Elfriede Gertrud Bauermann oder Hans Dieter Müllermann lesen? – Nichts gegen diese wunderbaren Namen, aber Megan Hart oder Lucy Palmer klingen irgendwie etwas aufregender.

  • In dem Interview mit Emily Bold (https://www.facebook.com/notes/tintenfeder-portal-für-junge-autoren/interview-emily-bold-weg-zum-erfolg/315263265267767) wurde gezeigt, dass ein Pseudonym viel mehr als ein Name sein kann. Es kann ein Produkt sein kann. Emily vermarktet damit neben ihren Büchern sich als fiktive Person – mit großem Erfolg.

Es gibt auch Gründe, die gegen ein Pseudonym sprechen:

  • Es bleiben einem einige Möglichkeiten versperrt, zumindest, wenn man wirklich unerkannt bleiben möchte:

– Lesungen

– einige Portale, in denen man sich nur mit dem Realnamen anmelden kann (also Pseudonym und Realnamen den Betreibern mitgeteilt werden muss)

  • In sozialen Medien fällt die Einbindung der eigenen Kontakte weg
  • Testleser in Form von Familien und Freunden, die sich den Text zu Herzen nehmen und schon einmal auf Fehler oder Ungereimtheiten aufmerksam machen
  • als nicht reales Gegenüber ist man nicht so präsent und greifbar. Macht einen das interessanter? oder eher langweiliger? Im Fall von Walter Moers definitiv interessanter. Wenn man jedoch am Anfang steht, ist es wichtig Kontakte zuknüpfen und da ist es einfacher als reale Person zu agieren.

Yessi Anyone ist eine besonderer Fall, denn sie ist eine Autoren, die gänzlich unerkannt bleiben möchte und daher ein Pseudonym benutzt. Yessi, wie bist du auf dein Pseudonym gekommen?

Zuerst habe ich nach einem passenden Namen gesucht. Die Buchstaben meines Originalnamens habe ich versetzt nutzen wollen. Da gab es noch mehr Überlegungen. Yessi Anyone heißt ‚Ja Jedermann‘. Meine Bücher handeln vom WIR, vom Miteinander. Und jeder sollte sich angesprochen fühlen, meine Geschichten zum Leben zu erwecken. Mit eigenen Ideen und mit dem Wunsch im Miteinander zu leben. Ich bin froh einen internationalen Namen gefunden zu haben, einen Namen, der eindeutig ein Pseudonym ist. Darauf lege ich besonderen Wert.

Ein Teil von mir ist Yessi geworden. Wenn ich in verschiedenen Foren poste, dann bin ich Yessi und ich freue mich, diese Figur mit Leben zu füllen.

Wer weiß denn von deinem Hobby?

Es gibt einige wenige Menschen, die davon wissen, diese haben aber keine Lust zu lesen. Sie hören es sich inhaltlich an, für mehr fehlt die Zeit.

Wie sahen deine Erfahrungen bisher aus?

Ich persönlich schreibe unter Pseudonym, damit jeder sich ein Bild von einer anderen Welt machen kann, ohne es mit meiner realen Person in Verbindung zu bringen. Neutral heißt ohne Vorurteile (positiver und negativer), ein ganz in Ruhe lesen und dann entscheiden, was für einen selbst richtig oder weniger gut ist.

Ein weiterer Aspekt ist auf jeden Fall, dass ich nicht so deutlich Dinge in Frage stellen kann als Realperson. Mein Brot und meinen Aufschnitt muss ich mir, wie jeder andere momentan, erarbeiten. Und das, was ich schreibe, passt beruflich nicht wirklich. Ich möchte keine Abmahnung erhalten, weil die Firma weniger Aufträge bekommt, nur weil sie einen Menschen beschäftigt, der das ganze System in Frage stellt.

Das Fazit:

Wer im eigenen Namen veröffentlicht, dem stehen einige Möglichkeiten mehr zur Verfügung und vieles ist leichter. Unter Pseudonym gibt einem die Freiheit ungeschönt zu schreiben – das betrifft besonders Autoren, die im beruflichen oder privatem Leben nicht alles immer im Detail nennen können, da jeder erst mal seine Existenz sichern muss. Ein Chef wenig zu begeistern, wenn der Angestellte etwas anderes als die Firmenphilosophie ausstrahlt. Beispiel: die Sekretärin einer Wurstfabrik die ein Veganer Kochbuch rausbringt. Es ist auch hochspannend unter Pseudonym Kommentare zu hinterlassen. Denn ich kann ehrlich meine Meinung kundtun, aber niemand wird es meiner realen Person zuordnen. Real würde ich es so dem Gegenüber oft nur direkt schreiben. Aber ich bleibe auch unter Pseudonym immer fair.

Ich schenke allen ein Lächeln,

Yessi Anyone

Danke Yessi!

Ihr findet Yessi unter:
http://yessianyone.jimdo.com/ 
http://der-weg-beginnen.jimdo.com/ 
http://der-weg-umdenken.jimdo.com/

Caro

Über Caro

Zu Leben ist die wichtigste Quelle der Inspiration.

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