Sabrina Qunaj – Mit 26 Jahren schon Berufsautorin

Sabrina Qunaj

© Foto: Sabrina Qunaj

Da ist es endlich! Das Interview mit der sympathischen, erfolgreichen Berufsautorin Sabrina Qunaj! Vielen Dank für die interessanten und ehrlichen Antworten. 

Liebe Sabrina, danke, dass du dir die Zeit für ein Interview genommen hast.

Gerne, ich freue mich.

Stelle dich doch bitte kurz vor:

Ich bin 26 Jahre alt, wohne in der Steiermark, bin verheiratet und habe zwei kleine Kinder. Mit 22 Jahren begann ich, meine erste Geschichte aufzuschreiben und seither bin ich beim Schreiben geblieben.

Wie heißen deine Werke?

In der Elvion Reihe, die beim Aufbau Verlag erscheint, sind bisher „Elfenmagie“ und „Elfenkrieg“ veröffentlicht, ein dritter Band ist in Arbeit. Hierbei handelt es sich um Fantasy für Erwachsene.

Eine Jugend-Fantasy-Reihe erscheint beim Baumhaus Verlag. Der erste Band heißt „Teufelsherz“ und der zweite Band „Teufelstod“ erscheint im November2013.

Erzähl doch bitte in wenigen Sätzen, worum es in deinen Werken geht:

In der Elvion-Reihe geht es in erster Linie um verschiedene Charaktere, die abwechselnd ihre Geschichte inmitten von Krieg und Machtkämpfen erzählen. Die Liebe steht stark im Vordergrund, genauso wie Freundschaften, aber auch Hass und Rache in einer Welt der Magie.

Die Jugendbuch-Reihe erzählt von Emily, die in ihren Träumen auf ihren Schutzengel Damian trifft. Die beiden haben einige Hindernisse zu überwinden, besonders da Damian der Sohn des Teufels ist und ihn seine Herkunft nicht loslässt.

Wie sah dein anfänglicher „Plan“ aus?

Anfangs schrieb ich nur für mich selbst und erst als ich mit meinem umfangreichen Werk fast fertig war, kam ich auf den Gedanken, zu veröffentlichen. Dabei wollte ich von Anfang an zu den großen Publikumsverlagen und so informierte ich mich in diversen Foren über den Weg, den ich dazu gehen muss. Ich hörte, dass man nur noch über Literaturagenturen zu den großen Verlagen gelangt und so bewarb ich mich dort.

Bei wie vielen Agenturen hast du dich beworben, bevor du Erfolg hattest?

Ich bewarb mich zunächst bei einer Agentur – meiner Wunschagentur, doch während ich auf eine Antwort wartete, wurde ich ungeduldig und bewarb mich noch bei zwei anderen, um die Wartezeiten zu verringern. Von einer Agentur bekam ich eine sehr nette und ausführliche Absage und von einer anderen die Mitteilung, dass sie im Moment keine neuen Autoren mehr nehmen. Ich war am Boden zerstört,doch dann kam eine Nachricht meiner Wunschagentur, die das gesamte Manuskript anforderte und so nahm alles seinen Lauf.

Wie hast du reagiert, als du die Zusage erhalten hast?

Ich war ein nervliches Wrack und das zog sich über Wochen hin. Zuerst die Anforderung des Gesamtmanuskripts, daraufhin ein sehr positives Telefonat mit dem Agenten, der auch noch meinen Jugendroman prüfen wollte. Dann hieß es wieder warten, weitere Gespräche wurden geführt und schließlich teilte mir der Agent mit, dass er meine beiden Werke – „Elfenmagie“ und „Teufelsherz“ -bei der Frankfurter Buchmesse den Verlagen anbieten wolle. In dieser Zeit hatte ich fast täglich einen Kreisch-Anfall.

Wie ging es weiter? Wann hast du einen Verlag gefunden?

Schon bald nach der Buchmesse kamen die Angebote der Verlage und Verträge wurden geschlossen.

Musste noch viel geändert/überarbeitet werden?

Mein Agent machte mich von Beginn an darauf aufmerksam, dass ich mich bei meinem 1.000 Seiten Werk „Elfenmagie“ auf drastische Kürzungen gefasst machen müsse, doch das traf dann gar nicht ein. Bei „Elfenmagie“ schrieb ich ein paar Szenen mit der Lektorin um, die mir super Tipps gab, bei „Elfenkrieg“ wurde aber so gut wie nichts mehr geändert, genauso bei „Teufelsherz“.

Glaubst du, nach seinem Debüt wird es einfacher zu veröffentlichen?

Ich glaube schon, dass man bei den Verlagen auf einem vorteilhafteren Stapel an Manuskripten landet, wenn man bereits veröffentlicht hat bzw. auch schon bekannter ist. Der Verlag kann sich dann auch ein Bild davon machen, wie die Vorgänger bei den Lesern angekommen sind und wie hoch die Verkaufszahlen waren. Ein Verlag möchte einen Autor ja auch für gewöhnlich längerfristig behalten und nicht nur für einen Roman. Schließlich rendiert es sich sonst nicht für ihn, einen Autor aufzubauen. Oft sichert sich der Verlag auch gleich vertraglich die nächsten Werke eines Autors und nur wenn der Verlag ablehnt, darf der Autor/Agent das Manuskript anderen Verlagen anbieten. Bei meinen Verträgen beziehen sich diese Optionen auf das Genre, so bin ich mit den Fantasy-Romanen bei Aufbau, mit den Jugendbüchern bei Baumhaus und mit den historischen Romanen bei Goldmann. Wenn man bereits gute Zahlen vorweisen kann, ist die Verhandlungsbasis für den Autor/Agent natürlich viel besser und es kann auch sein, dass sich gleich mehrere Verlage für ein Manuskript interessieren – das wirkt sich natürlich alles positiv auf die Konditionen aus. Schwierig wird es allerdings, wenn die ersten Veröffentlichungen nicht so gut gelaufen sind. Man kann auch wieder ganz schnell weg vom Fenster sein, aber ich denke doch, dass man mehr als eine Chance bekommt, um sich zu etablieren. Ich würde sagen, es ist sehr schwierig, den Fuß in die Verlagswelt zu bekommen, aber es ist auch schwierig, sich darin zu halten. Jeder neue Buchvertrag ist für mich ein Glücksfall.

Du hast ja sogar beim Baumhaus Verlag veröffentlicht. War das u.a. deiner Agentur zu verdanken oder wie, glaubst du, hast du das geschafft?

Zum Baumhaus Verlag kam ich genauso wie zu den anderen Verlagen: Mein Agent bot das Manuskript an und es wurde genommen. Nachdem ich die Zusage meines Agenten hatte, bot dieser „Elfenmagie“ und „Teufelsherz“ bei der Frankfurter Buchmesse an. Von Aufbau kam ein Angebot für „Elfenmagie“ und von Baumhaus kam ein Angebot für „Teufelsherz“. Natürlich sagten wir zu. Beide Verlage kauften auch gleich den jeweils zweiten Band mit und mit dem Aufbau Verlag habe ich mittlerweile den Vertrag für einen dritten Band geschlossen.

Was wäre dein Tipp oder Ratschlag an neue Autoren?

Lasst euch nicht zu sehr von aktuellen Trends und Verlagsvorlieben verunsichern. Schreibt eure Geschichte so, wie sie geschrieben werden muss, alles andere wird sich ergeben. Wer weiß? Vielleicht startet ihr damit ja einen völlig neuen Trend? Solange ihr noch keinen Verlag habt, seid ihr vollkommen frei und könnt schreiben, was ihr wollt. Nutzt dies, denn Vorgaben kommen ohnehin früh genug.

Was erhoffst du dir für die Zukunft?

Weiterhin das Schreiben als Beruf ausüben zu dürfen und viele, viele Leser zu erreichen.

Welches Buch kannst du empfehlen? Warum?

Um eine Lanze für die Selfpublisher zu brechen, nenne ich diesmal die Greystone Saga von Dana Graham. Dieses Buch hat mich positiv überrascht und eine ganze Nacht lang wach gehalten Die Welt und seine Charaktere sind authentisch dargestellt und besonders die Beziehungen der Charaktere untereinander waren sehr einfühlsam beschrieben. Es gefiel mir, endlich wieder eine Liebesgeschichte zu erleben, die sich nachvollziehbar und sanft entwickelt. Für jeden, der historische Liebesromane mag, ein Muss.

Was ist dein absoluter Lieblingscharakter?

Ich habe so viele Lieblingscharaktere. Bei den Büchern nenne ich mal Tyrion Lannister aus „A Song of Ice and Fire“ von George R.R. Martin, der in der Serie genauso toll ist, und im Film nenne ich Ray aus „The Magic of Ordinary Days“.

Hund oder Katze?

Definitiv Hund

Dein geheimer Wunsch? 😉

Meine Geschichten im Kino zu sehen 😉

Wo findet man dich im Internet?

Auf meiner Homepage www.sabrina-qunaj.at

und bei Facebook http://www.facebook.com/pages/Sabrina-Qunaj/133609790042181

 

Danke noch einmal für das Interview und alles Gute für die Zukunft,

dein Tintenfeder-Team

Caro

Über Caro

Zu Leben ist die wichtigste Quelle der Inspiration.

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