„Samiel Award“: Zeit für Schurken

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Liebe Autoren, hier stellen wir euch einen weiteren Verlag vor, ein neuer Digitalverlag für Leser und Autoren. Der Verlag sucht regelmäßig die „übelsten Schurken“, um ihnen den Samiel Award zu verleihen. Mehr dazu im Interview…

Lieber Digital Publishers Verlag, vielen herzlichen Dank, dass Sie sich Zeit für ein Interview genommen haben.

Gerne.

 

Stellen Sie Ihren Verlag doch bitte kurz vor.

dp DIGITAL PUBLISHERS ist der neue digitale Belletristik Verlag für Leser und Autoren. Unsere Leser und Autoren erhalten Qualität. Unsere Qualitätsmerkmale spiegeln sich im Inhalt, der Aufbereitung und dem Erscheinungsbild unserer Produkte und externen Kommunikation wieder. Wir vereinen die digitale Kompetenz eines Internet-Unternehmens mit der traditionellen Qualität eines Verlagshauses.

 

Was hat Sie dazu bewogen, einen Verlag zu gründen? Welche Ziele gab es?

Der Werdegang des Gründer-Teams reicht über alle Publikationsformen der Medien-Branche: Vom Zeitungs-, Magazin- über den Buch-Verlag bis hin zum pure Digital Player.  Mit diesem „Skill-Setting“ und dem Wissen, dass es unzählige unentdeckte Manuskripte gibt, Autoren/innen von den großen Publikumsverlagen nur selten erhört werden und notgedrungen im Selfpublishing ihr Glück versuchen, haben wir den Grundstein für einen neuen Digitalverlag gelegt.

Uns ist es wichtig, dass ein Autor oder eine Autorin niemals für eine irgendwie geartete Leistung bezahlen muss – wir sind kein Zuschussverlag oder Selfpublishing Dienstleister.

Wir sehen den Autor als einen Teil seiner Story und stellen ihn mit seinen Protagonisten (oder Antagonisten) in den Mittelpunkt unserer Aktivitäten.

Digitale Publikationen – heute E-Books – sind unser Produkt. Entsprechend stehen die Lizenzen für gedruckte Bücher für andere Verlage zur Verfügung.

 

Welche Bereiche deckt Ihr Verlag ab?

Wir fokussieren uns derzeit noch auf das Genre „Spannungsliteratur“, sind aber offen für Krimis, Thriller, Detektiv-Geschichten und alles was die Nerven kitzelt. Das Genre Spektrum wird sukzessive erweitert, sobald wir in einem Genre für den Leser gut aufgestellt sind.

 

Welche Arbeiten fallen in einem Verlag an?

Alle, die man aus den traditionellen Verlagshäusern kennt. Nur haben wir keine Diskussionen mit einem „Buchhandelsvertrieb“ über die Absatzchancen eines Manuskriptes J.

 

Welche Marketing Strategien halten Sie für besonders wertvoll, welche weniger?

Hier zitiere ich gerne John Locke „Du musst nicht der Masse gefallen, du musst deinem Nischenpublikum gefallen“. Eine breite Zielgruppenansprache ist schön für das Ego, der Streuverlust ist aber in Bezug auf das Kosten/Nutzenverhältnis deutlich zu hoch. Wir konzentrieren uns deshalb auf eine – je E-Book individuell konzeptionierte – Kommunikationsstrategie. Das Spielfeld umschließt alle digital, bekannten Aktivitäten  von Social Media und Social Reading über Autoren-Lesungen und –Interviews über professionell gelesene Passagen in Videoclips.

Neben diesen eher klassischen Maßnahmen sind für uns die Literatur-Blogs als Meinungsbildner schon vor der Publikation eines E-Books enorm wichtig. Entsprechend vernetzt und eng arbeiten wir hier mit diesen zusammen.

 

Welche Arbeit macht im Verlagswesen besonders Spaß? Welche Herausforderungen gibt es?

Die Arbeit mit den Autoren/innen und Bloggern ist sehr bereichernd. Nicht, dass es niemals „mühselig“ ist, aber die Kunst ist es eben, gemeinsam an einem Produkt zu arbeiten, das am Ende für viele sichtbar ist und … sich natürlich erfolgreich verkauft.

Herausforderungen gibt es viele, aber das macht es aus, ein Digitalverlag zu sein. Es wird niemals langweilig und es gibt keine festgefahrenen Wege.

 

Wie viele Manuskripte erreichen Sie im Durchschnitt?

Derzeit noch wenige. Wir sind mit unserer eigentlichen Verlagswebseite noch nicht live und das macht es den potentiellen Autoren/innen schwer zu erkennen, dass wir ein Verlag sind. Wir verschieben die Prioritäten für die Webseite bisher stets zugunsten unserer E-Books und Marketing-Aktivitäten.

 

Wie bemerken Sie, dass ein Text Potential hat? Was ist Ihnen an einer Geschichte besonders wichtig?

Ehrlich? Wir im Team sind alles Konsumenten und lesen gerne kurzweilige unterhaltsame Literatur. Wir arbeiten nach dem klassischen Marketing-Prinzip 50% Fakten und 50% Bauchentscheidung. Wenn der Einstieg stimmig ist, die Story spannend und die genannten Fakten den Tatsachen entsprechen, dann lesen wir das Manuskript komplett.

Wer uns überzeugt, für den finden wir auch die Leser.

 

Gibt es bei einer Bewerbungen ein absolutes „No Go“?

Das gibt es – die fehlende Struktur. Jede Einsendung sollte zunächst den am Markt bekannten Standards entsprechen: 30 Seiten bei nicht mehr als 1.800 Zeichen inkl. Leerzeichen pro Seite, eine Autoren-Vita und ein kurzes Anschreiben. Das genügt uns für den ersten Eindruck.

 

Sie haben den „Samiel Award“ ins Leben gerufen, einen Preis für literarische Schurken und Bösewichte. Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

Die Idee ist von unserer literarischen Kompetenz im Team geboren worden: Albrecht Behmel liebt die Schurken der Literatur und ist zurecht der Meinung, dass es keine Helden geben würde, wäre da kein wirklich hervorragender Bösewicht.

 

Wer war bei der letzten Verleihung der schlimmste Schurke?

Jan Kossdorff hat mit Quintus Danesita einen Schurken erschaffen, der böse aber zugleich sympathisch ist. Eine interessante und seltene Mischung.

 

Jetzt dürfen wieder Schurken nominiert werden. Gibt es dabei etwas zu beachten?

Die Regeln sind dieselben des letzten Jahres. Wichtig sind die 111 Worte, eine max. 10 Seiten umfassende Leseprobe und eine Publikation als Buch oder E-Book im Jahr 2014.

Unter http://digitalpublishers.de/2014/07/jetzt-bewerben-samiel-award-2015/ haben wir ein entsprechendes Formular zur Verfügung gestellt.

 

Worauf können wir uns in Zukunft bei ihrem Verlag freuen?

Neben Neuerscheinungen vor allem für ihre Leser (Autoren/Autorinnen) kommt ein neuer Wettbewerb: Wir werden demnächst den Newcomer 2014 ausschreiben. Darin können drei Autoren/Autorinnen für ihr unveröffentlichtes Manuskript ein komplettes E-Book-Publikationspaket gewinnen. Mehr dazu, sobald wir starten.

 

Gibt es etwas, was Sie unseren Autoren mit auf dem Weg geben wollen?

Schreibt weiter und lasst Euch nicht von mäßigen Verkaufszahlen oder Bewertungen demotivieren – mit jedem Manuskript, jeder Veröffentlichung schleift ihr Eurer Können und jeder Leser ist EIN Leser!

 

Vielen herzlichen Dank für das Interview und die Zeit!

Caro

Über Caro

Zu Leben ist die wichtigste Quelle der Inspiration.

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